Gut 2 Wochen sind nun vorueber.
Mein Zeitgefuehl fuer die vergangenen Tage ist
eher irritiert, weil es schwer zu sagen ist,
ob die Zeit schnell, oder langsam vorueber ging.
Alles was passiert ist, was wir erlebt haben
ist passiert, ohne grosse Planung, oder grosses
Nachdenken. Es ist einfach passiert. Wir sind
jetzt hier. Wir sind den Schritt gegangen und
jetzt sind wir mittendrin. Im Flow - der Bus,
den wir Rusty getauft haben. Jetzt geht es endlich
los---laufen lassen---oeffnen---Entwicklung---Freiheit---…….
Diese beiden Wochen waren
wie ein Trainingslager fuer die Sinne, viel
Ruhe, viel Schlafen, erst einmal runter kommen
von allem was davor mit uns, und um uns herum
passiert ist. Nebenbei natuerlich erst einmal
die fuer uns so wichtige Infrastruktur schaffen.
Wir haben uns langsam heran getastet an das
–VORSICHT!---Hohe Kriminalitaet----Sehr
Gefaehrliche Kapstadt----- wovon man so oft
gewarnt wurde und erzaehlt bekommen hat.
Man fuehlt sich hier in
den weissen Voroten, wie in einer heilen Welt,
allerdings am anderen Ende, aber mit dem Niveau
und Level von reichen Laendern. Alles sauber,
alles organisiert, und immer alles da, in den
shopping malls um die Ecke. Der schoene Blick
auf das Meer, die Stadt, der Tafelberg. Wind
weht fast immer frisch und die Menschen scheinen
meist zufrieden und man redet miteinander, ist
nett und relaxed. Alles ist in Ordnung.
Natuerlich sind auch hier,
im heilem Norden von Kapstadt viele Dinge auffaellig
und zeigen Probleme auf, aber im Gesamtbild,
auf den oberflaechlichem ersten Blick ist, oder
scheint es hier allen gut zu gehen.
Die Armut, die Kriminalitaet, und die Probleme
sind von hier fern gehalten. Hinterm Berg ---
dem Tafelberg, in anderen Vierteln --- den Townships,
und um doppelt sicher zu gehen, damit keiner
aufs private Eigentum kommt, haben sich die
Leute hier hohe Mauern um die Hauser gebaut,
Gitter vor die Fenster gemacht und man sagt,
das viele Waffen haben. Die privaten Ueberwachungsfirmen,
"Armed Response" genannt, haben sie
bestimmt. Die meisten schwarzen trifft man hier
im schoenem Vorort Tableview, im Supermarkt,
hinter der Kasse, an der Zapfsaule beim auftanken,
oder an der Ampel vor der grossen Kreuzung beim
Verkaufen von allerlei, zwischen den Autos,
oder an den Bushaltestellen, beim Warten auf
die Microbusse.
Die Apartheit ist jetzt
ca 14 Jahre vorbei und Suedafrika ist ein Weltweit
anerkanntes demokratisches Land . Alle haben
die gleichen Rechte und Pflichten, weiss und
schwarz, coloured und indisch. Aber noch lange
haben nicht alle die gleichen Mittel und Chancen,
Wohlstand und Reichtum ist meist Weiss, Armut
im Elend ist meist schwarz, oder farbig. Vieles
ist schon passiert und noch vieles wird passieren
in der Entwicklung der Rainbow Nation, aber
viele Dinge werden sich nicht aendern, sind
einfach so, wie sie sind. So wie Schwarz Schwarz
ist und Weiss Weiss ist. Einfach so, ohne Grund??
Ich freue mich, das es jetzt
los geht. Endlich on the road, mit eigenem fahrendem
"Rusty". Unser neues zu Hause auf
vier Raedern. Vieles wird unterwegs auf uns
zu kommen, auf uns warten, aber ich bin ziemlich
positiv gestimmt, das wir alles meistern koennen,
solange wir die Augen aufhalten, Glueck mit
an Bord haben und von allen Dingen am wichtigsten
zusammen halten werden. Wir werden schon ganz
schoen nah aneinander ruecken muessen, aber
eigentlich ist ja eh alles was passieren wird,
nur so gut, oder schlecht wie wir es sehen und
was wir daraus machen. Always positive!!!
Denke das wir ein
super Team sind und das Schiff schon mit ner
guten Portion Humor und einigen mega Lachflashs
schaukeln werden und die ein, oder andere Welle
uns tragen wird. Bin schon gespannt wohin, am
besten mal in nen Tunnel, sowie der trauemende
Delfin, der war auch auf ner Suche, genauso
wie wir.................
...ich geh jetzt schlafen, weil morgen haben
wir wieder einiges vor......