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Aktueller Bericht vom 25/12/04.
 

Wir sind in Beline, ca. 200 km noerdlich von Maputo (ja wir haben es tatsaechlich nach Mosambik gemacht). Es ist traumhaft schoen hier, vor uns liegt eine Lagune, der Sand ist weiss, das Wasser kristallklar und schaut man nach oben, blickt man in den afrikanischen Himmel (die Sonne geht gerade unter und es sind wunderschoene Farben zu sehen) mit seiner einzigartigen Tiefe!! Unbeschreiblich schoen... kann nicht schreiben, muss immer wieder in den Himmel gucken....

O.k., genau das, was ich vorher schreiben wollte, die letzten vier Wochen sind wie im Fluge vergangen und so ist auch jetzt schon der letzte Tag von 2004 angebrochen. Nachdem wir Durban als angenheme, multikulturelle und sehr interessante Stadt in unserer Erinnerung behalten werden, satteln wir auf um nach Huluhuwe und den gleichnamigen Game Park zu gallopieren. Wir gehen die Sache ganz gemuetlich an, machen verschiedene Zwischenstopps, unter anderem auch in St.Lucia, einem netten Oertchen umschlossen von einem Feuchtgebiet in dem es so einiges zu sehen gibt! Zum Beispiel Hippos (Flusspferde),ich habe mich immer vertan, denn natuerlich war mir bewusst das Hippos Kolosse sind, dann allerdings, als ich si vor mir sehe, muss ich mir eingestehen, das sie einfach viel massiver und vor allem fetter sind, als ich das in meinem Gedaechtnis von frueheren Zoobesuchen geparkt habe! Die Lust auf wilde Tiere und den Game Park wird also nochmalsin Regionen der Euphorie gehoben. Diese wird allerdings durch die Verhaltmismaessig hohen Preiseund das daraus resultierende ausfallen der Uebernachtung im Park, incl. Nacht Safari ( wird nachgeholt) gebremst. Dennoch, das Gefuehl von Ruhe und Frieden was mich beim beobachten der Tierwelt erfasst ist immer wieder etwas besonderes. Diemal waren es die Giraffen die wohl am beeindruckensten waren. Sie bewegen sich so behebig und grazioes, dass die trotz allem was so passiert den Eindruck einer friedlcihen und unkomplizierten Welt vermitteln....

Das vorlaeufige Ziel Mosambik nicht aus den Augen verloren, geht es nach einer von Moskitos zerstoerten Nachtruhe (ich hasse diese Viecher/ wir entschliessen und uebrigens letztendlich doch dazu die Lariam Pillen (Malaria Prevention) zu nehmen, nachdem wir nochmals verschiedene Malaria Horrorstories aufgetischt bekommen haben)weiter Richtung Norden.

Es wird deutlicher, was uns erwarten wird, die Orte werden kleiner und die Infrastruktur laesst rapide nach. Dies wird deutlcih als wir nach einem Platz suchen, um unserern erneut erplatteten Reifen wieder brauchbar zu machen. Wir sehen ein paar Reifen vor einer heruntergekommenen Huette liegen: Das "Reifenzentrum" von Mbazwana, dem groessten Ort weit und breit! Hier wird der Reifen dann auch kurze Hand und vor allem auch mit der Hand von einem nicht besonders gespraechigem, aber dennoch freundlichem Kraftpaket unter der Aufsicht seiner super suessen Kinder, die sich ueber uns kaputtlachen geflickt.

Die Grenze nach Mosambik (Farazela) entpupt sich als eine Wie erhofft, aber nicht erwartet, unkomplizierte angelegenheit. Es macht den Eindruck einer Bushaltestelle, da viele Suedafrikanermit ihren 4x4 Trucks,Trailern mit Booten, Jet Skies und Quart Bikes, hier direkt hinter der Grenze ihren Plausch abhalten und sich ihr Bierchen wegziehen. Wir sind etwas verdutzt, aber als wir selber zum kleinen Grenbzhaeuschen kommen und die Fahne (Schnaps) und das beckleckerte Hemd (tippe auf Spinatsuppe) der Beamten riechen bzw. sehenrelativiert sich das wieder. Der Besoffski stempelt mit voller Wucht unsere Paesse ab (fast ein Wunder das er getroffen hat) und wir sind drin! Drinnen heisst, in Mosambik und auf der Sanpsite, die Suedafrikaner nutzen die letzten festen Meter Belag fuer ihre Gesellige Saufrunde, denn es fuehren ab hier (eine Art kleiner gepflasterter Parkplatz) tatsaechlich nur noch 2 Sandpisten, die mit 2 verbogenen und verrosteten Schildern gekennzeichnet sind, auf die evtl. Ziele. Unsrers Ponto do Ouro!

In den 16 km von der Grenze bis Ponto schminkt der Himmel sich die Wolken ab und wir werden von einem gemuetlich anmutenden Oertchen, seinem aus Holzgestellen bestehendem Markt und einem sich im Sonnenlicht spiegeldem tuerkiesenem Meer empfangen! Wir fuehlen uns direkt wohl, finden einen guenstigen Stellplatz zum wohnenund steuern entspannte 10 Tage, die einen volles Glueckspaket fuer uns Grinsemaenner ist an. Kontakte entstehen schnell und im nu sind wir durch Gift einen Jungen aus dem Dorf fuer das hiesige Lokal Fussbalteam eingekauft!Unter den fachkundigen Augen der Dorfbewohner wird hier gefightet. Es ist tiersch heiss, der Sand Knoecheltief und das lokal Derby in vollem Gange als wir tatsaechlich beim Stande von 0:2 gegen Mitte der zweiten Halbzeit aufs Feld kommen. Mit dem verlassen des Platztes der Gegner, beim Stande von 2:2, einigen uns nicht verstaendlchen Diskussionen und dem an die Haende fassen unseres Teams, welches durch einen Gesang begleitet wird, der den Gegnern bestimmt kein Lob ausspricht, findet das Match sein abpruptes Ende! Hier das Mannschaftsphoto (incl. der 2 weissen Voegel) des Nationalteams von Ponto do Ouro.

Von Ponto muten wir dann Rusty 70 km Sanpiste mit dem anschliessendem Dessert von 40 km GravelRoad zu! Rusty beweisst ein weiters mal, das er der "King of all Roads" ist und meistert die Strecke wie fast schon gewohnt mit der Note 1. Dem kleinen Bruder von Rusty, gefahren durch unsere Reisebekanntschaft McGregor ( Commercial Fisherman in Kanada und Alaska, mit tonnen von lustigen und interssanten Stories) und seiner Co Pilotin Belinda muessen wir einige male unsere Schubkraft schenken, kommen aber letztendlcih ohne groessere Komplikationen weiter, BIS wir ( schon auf der Gravel Raod) einen Stoss von hinten bekommen und erschreckt einen mit Menschen beladenen Pick Up an der Stossstange haengen haben! Im nu herrscht ein chaotsches Getummel um uns! Leute diskuieren: wir mit ihnen (wir versuchen), sie untereinander, sie mit uns (sie versuchen). Es hat kienen Sinn, sie wollen die Polizei rufen unddie Stimmung wird hektischer. Da der Schadenan Rusty nicht gross ist, entscheiden wir uns, uns dem Getummel zu entziehen und womoeglcih korrupten Polizisten aus dem Weg zu gehen, springen in den Rusty und geben ihm die Sporen! Ca. eine halbe Stunde spaeter stehen wir mit einigen Polizisten und zum Gluck mit einer Dame die in diesem Fall als unsere Anwaeltin fungiert vor der Polizeiwache von Catembe. Ja, ja, auch in Mosambik gibt es Telefon. Es dauert eine Weile und der Fahrer des anderen Fahrzeugs trifft ein und beteuert seine Unschuld. Wir haben Glueck, denn offensichtlcih ist er uns hinten reingerauscht und so kommen wir zum Glueck mit hilfe unsererer Anwaeltin mit dem " Richterspruch": Leute, Gericht ist viel zu teuer, jeder traegt seinen Schaden" und dem Gefuehl, waere die Frau nicht da gewesen, haetten wir richtig tief im braunen, stinkendem gesessen davon!!!

Wir fahren weiter, warten auf die Faehre nach Maputo, goennen uns ein kuehles Bier auf den zwar nicht gewonnenen, aber dennoch glimpflich ausgegangenen Prozessund geniessen das gutgelaunte, energiegeladene und chaotische Treiben vor und auf der Faehre.

Maputo outet sich als interessante und und unter den Zeichen des Kommunismus gepreagte Stadt. Alles ist wesentlich unorganisierter als in Sued Afrika und es gibt keine Schoppingmalls oder sonstigen Luxus. Viele Leute sitzten auf der Strasse und verkaufen das was sie haben um fuer ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Die Armut, die Spuren des Krieges und der Scmutz sind zwar allgegenwertig, dennoch fuehlt man die Energie der Leute und der Stadt und die positive Art mit der Situation umzugehen! Wir verbringen einige Tage in Maputo und machen uns dann, den Smog hinter uns lassend bereit fuer den Weg , weiter in Richtung Norden und den Weihnachtstagen in Badehose entgegen, welche ja auch den Anfang des Textes beschreibt. (Wir haben dann die Weihnachtstage in Beline, an der Lagune verbracht und es war echt ruhig uns friedlich...)

Mittlerweile steht allerdings schon die 05 hinter 20 und wir befinden uns ca 500 km noerdlich von Maputo, in Tofo (leider gibt es hier keins, dafuer aber so viele Kokuspalmen wie ich vorher in meinem Leben noch nie gesehen habe). Vor allem aber, gibt es hier die Moeglichkeit, die es wie uns gesagt wurde wohl nur an 2 Plaetzen der Welt gibt, mit Wal-Haien zu schnorcheln, bzw. zu tauchen! Es war unglaublich, unglaublich, unglaublich beeindruckend!!! Diese Tier sind so riesig und schoen, so elegant und friedlich! Ich werde niemals vergessen, als ich den ersten Wal-Hai direkt neben mir sehe (ca. einen halben Meter), wie mein Herzschlag schneller wird und sich in mir soviel Respekt wie selten zuvor aufgebaut. Ich schaue neben mich und sehe Muckes, in dessen Augen das selbe Gefuehl geschrieben steht!!

Wir goennen uns noch ein paar schoene Tage unter Kokuspalmen um uns dann wieder auf der von tiefen Schlagloechern durchzogenen "Hauptstrasse" von Mosambik in Richtung Maputo wiederzufinden. Von dort wird es wieder nach Ponto do Ouro gehen, wo sich dann unsere Wege fuer eine Weile trennen werden und es dann bald zwei parallele Erlebnisgeschichten von uns zu lesen gibt....

Ganz viele Gruesse erstmal von uns an euch und eine turbo Jahr fuer alle....


 

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